Waldbesitzerverband Brandenburg e.V.

Der Waldbesitzerverband fordert vom Land Brandenburg eine Erweiterung der forstlichen Förderung zur Stärkung der Forstbetriebsgemeinschaften.

 

Die bevorstehende Strukturentwicklung der Forstverwaltung stellt die Forstlichen Zusammenschlüsse als Selbsthilfeorganisationen der privaten Waldbesitzer in Brandenburg vor neue Herausforderungen. Bei abschmelzender Personaldecke in der öffentlichen Verwaltug fallen mehr und mehr Aufgaben auf die Waldbesitzer zurück. Art und Verteilung des Waldeigentums in Brandenburg hat in der Vergangenheit berits effiziente Organisationen der Waldbewirtschaftung hervorgebracht. Die erneuten tiefgreifenden Veränderungen in der Landesverwaltung stellen diese bewährten Strukturen jedoch erneut vor große Herausforderngen.

 

Hoheitliche Aufgaben, wie Forstschutz und Waldbrandschutz sollen laut Entwicklungskonzept der Landesregierung auch künftig von der Forstverwaltung sichergestellt werden können. Andere Aufgaben z. B. wie der Kontakt zu den Waldbesitzern, Aufgaben der Verkehrssicherung oder des Waldschutzes werden aber mangels Personal verstärkt die Forstlichen Zusammenschlüsse beschäftigen. Durch den wachsenden Bedarf zur Übernahme solcher Aufgaben durch die forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse soll künftig die nachhaltige, odrnungsgemäße und multifunktionale Forstwirtschaft auch im Klein- und Kleinstprivatwald abgesichert werden.

 

Die Unterstützung der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse ist essentiell, um die Erfüllung von Aufgaben auch dann zu gewährleisten, wenn der Staat sich zurück zieht und die Bezirksstrukturen zersplittert sind. Daher fordert der Waldbesitzerverband Brandenburg e.V. eine Erweiterung der Förderrichtlinie um die sog. "Waldpflegeverträge", wie sie bereits in anderen Bundesländern zur Verfügung stehen. Die notwendigen Mittel dafür müssen bereit gestellt werden, um eine ausreichende finanzielle Ausstattung der aktiven Forstbetriebsgemeinschaften zu gewährleisten. So kann auch in Zukunft eine fachkundige Unterstützung die Forstwirtschaft im Klein- und Kleinstprivatwald absichern.

 

Da die aktuelle Förderrichtlinie zum Jahresende ausläuft, ist zeitnah mit der Neufassung der Förderrichtlinie für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse zu beginnen.

 

Im Land Brandenburg gibt es ca. 660.000 ha Privatwald, dabei entfallen rund 40% der Fläche auf Waldbesitz mit weniger als 20 ha. Der Waldbesitzerverband Brandenburg vertritt die Interessen der nichtstaatlichen Waldbesitzer aller Größen und Besitzarten wir private, krichliche, gemeinschaftliche und kommunalen Eigentümer sowie die Forstlichen Zusammenschlüsse.

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